Rügen: Steter Wandel

Heute steht der Nationalpark Jasmund mit seinen wunderschönen Buchenwäldern und der Kreideküste auf dem Programm. Nein, eigentlich habe ich mich ganz kurzfristig umentschieden. Eigentlich wollte ich nach Puttbus. Doch das Wetter soll umschlagen, heute scheint noch die Sonne. Und wie es der Zufall will, stehe ich gerade an der Bushaltestelle, als der Bus in Richtung Sassnitz vorbeikommt. Ich also rein in den Bus, in Richtung Kreidefelsen.

Ich bin froh, dass mir der Zufall so in die Karten gespielt hat, denn der Tag ist perfekt für diese Tour.

Trotzdem bin ich nicht so gut drauf. Ich hadere mit einigen Dingen, die  in meinem Leben nicht rund laufen, und bin nachdenklich. Einiges davon kann ich nicht ändern. Ich muss eine andere Einstellung dazu finden. Ein bisschen missmutig setze ich einen Schritt vor den anderen. 

Und dann, an den Wissower Kliniken, dort wo im Jahr 2005 etwa 50.000 Kubikmeter Küste abgerutscht sind, was – das sei nur beiläufig erwähnt – hier andauernd passiert, aber eben nicht in diesem Ausmaß, stoße ich auf eine Tafel, die das Schopenhauer-Zitat voranstellt: „Beständigkeit liegt nur im Wandel.“

Deutlicher geht die Botschaft gerade nicht für mich. Und während ich über den Wandel der Kreideküste und meine eigenen Veränderungswünsche sinniere, höre ich ein lautes Krachen. Und erkenne gerade noch aus dem Augenwinkel, dass dort im Wald, nur ein paar hundert Meter von mir entfernt, gerade ein Riese von einem Buchenbaum stürzt.

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